Kunst und Architektur – ein Dialog

Ich suche bevorzugt öffentliche Räume ( Kirchen, Kliniken, Bürgerhäuser, Universitäten, Forschungsinstitute , etc…) um meine Kunst zu präsentieren.
Architektur und Räume haben mich schon immer fasziniert. Es sind Lebens-Plätze, in denen wir ein – und aus gehen oder verweilen.

In dem Moment , wo ich einen Raum betrete, lasse ich mich tief auf ihn ein, auf seine Formen, Farben, Materialien, Rhythmen, Pausen , Nischen , Akzente, Brüche und Spannungen. Ich beobachte wer sich dort bewegt und welche Funktionen dieser Ort hat.
Er interessiert mich ohne Menschen in seiner Stille und Aussage und mit Menschen die sich dort alltäglich bewegen.

In diesen Erkundungen ( Dialog ) formuliert sich das Thema der Ausstellung, das Was und auch das Wie ( die Bilder gehängt werden).

Wenn das Thema sich herauskristallisiert hat , lade ich andere Künstler ( Musiker, Komponisten, Choreographen, Tänzer, etc…) ein , etwas zu dem Thema und den Bildern zu entwickeln.

Am Abend der Eröffnung gibt es eine Life Performance. Die Gäste lassen sich auf die Klänge, die Farben , Formen und Bewegungen ein , und werden Teil dieser Erfahrung.
In diesem Moment wird etwas sichtbar, erlebbar untereinander was wie „magisch“ wirkt. Es kommt etwas zusammen, als wäre es nie getrennt gewesen, und bleibt.

Kunst ist leider oft genug Konsumgut oder intellektueller Konversationsstoff…so wird sie zu etwas reduziert , was sie nicht ist. Unsere Welt braucht einen anderen Zugang zur Kunst ansonsten verliert sie ihre Freiheit . . . und wir mit ihr. Die Freiheit liegt darin , im „ Offenen “ zu bleiben.

Meistens wenn ich mich mit denjenigen unterhalte , die im Umfeld der Ausstellung arbeiten oder leben, berichten diese , dass sie sich zu Hause fühlen , an diesem Ort, der durch die Bilder belebt wurde , als wären sie schon immer da gewesen.

AUF - BRUCH

FRAMMENTI

20.09.2018 - 20.06.2019

Istituto R. Foresi, Portoferraio, Elba

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Frammenti Mostra di Ariane Hagl

Le parole stracciano il mondo? La comunicazione copre la verita’? Quale orientamento abbiamo ancora, se algoritmi producono non verita’ e fake news diventano i nuovi fatti? Dove rimane lo spazio per controverse discussioni e diversita’ di opinione?
Non esiste piu’ un codice che permette la comprensione ?
Due principi contrapposti dominano i nuovi lavori di Ariane Hagl : la solidificazione e lo sgretolamento.

Per la prima volta emergono parole nei lavori di Ariane Hagl, parole strappate via dal contesto come dal giornale quotidiano, dal quale sono state prese; parole che comunque hanno un senso. Le parole uniscono una serie di lavori, che a prima vista ricordano dei cartoni o i lavori pop di Keith Hering, nonostante si riconosca la mano dell artista : l’espressivita’ e la presenza del nero, che stavolta rimane senza contrasti di colore. Il nero non risucchia piu’ nelle profondita’ dell universo, ma dona forma a figure arcaiche, il cui compito sembra essere lavorare in una cava di parole: liberare, ordinare, formare e distruggere.

La valanga di informazioni del nostro tempo e’ un importante impulso nelle nuove opere, immagini, parole che perdono il loro senso, perche’ non hanno piu’ relazione alcuna e cosi’ perdono anche la loro forma.
Poco fa queste parole costruivano ancora un mondo, un momento dopo questo pianeta viene bombardato e frammentato come dalle schegge di un meteorita.
„ Dove andiamo? Questa e’ stata una domanda importante per me“ dice Ariane Hagl.
In un opera composta da piu’ tele, le parole vengono incorporate da esseri scuri che non le digeriscono. Queste parole riempiono la vita senza arricchirla.

Lo staccato di opinioni che prende di mira la societa’ , polarizza senza educare , copre e allo stesso momento strappa via.

Questo e’ il backround al quale Ariane Hagl voleva dare voce con questi lavori.

Lei lavora sempre piu’ con diversi gruppi di persone per creare nuovi spazi di comunicazione e confronto,al di la dei dettati temporali e spaziali. Spazi che offrano una protezione per un attento sviluppo di emozioni, forme e colori.

( Testo di Dr. Petra Thorbrietz , giornalista , München )

FARBWELTEN

29. – 30.07.2017

Deutsches Herzzentrum München
Lazzarettstrasse 36
80636 München

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FARBWELTEN

Bilder sind wie Räume.

Malerei von Ariane Hagl

Wenn wir sie betrachten, betreten wir eine uns unbekannte Sphäre. Wir gehen eine Beziehung ein, von der wir noch nicht wissen, ob sie zu uns passt oder nicht. Wir lassen uns ein auf ein Abenteuer, das eben noch nicht da war, das erst entsteht, wenn etwas in Gang kommt – durch die Konfrontation.
Das Bild allein ist gar nichts.
Es entwickelt seine Kraft erst durch das, was es auslöst.
Das ist das Wunder des Malens.

Meine Bilder sind abstrakt, und das, was keine Form hat, lässt sich schwer in Worte fassen. Sie haben deshalb auch keine Titel, denn jeder, der sie betrachtet, findet Anderes, auch ich selbst, immer wieder neu.
Wenn ich male, weiß ich nicht, was ich will. Ich folge meiner Hand, die mich plötzlich leitet, meinem Impuls, von dem ich eben noch gar nichts wusste, meinen Gefühlen, die von irgendwo aufsteigen. Manchmal zögere ich und hadere, weil nichts zusammenzupassen scheint, mein eigenes Ungleichgewicht sich auf dem Papier entblößt – aber dann ist das Bild plötzlich fertig und lebt sein Eigenleben ohne mich.

Betreten Sie neue Räume – in diesem Haus, in diesen Bildern, in sich selbst.

Text von Dr. Petra Thorbritz, Wissenschaftsjournalistin, aus einem Gespräch mit Ariane Hagl

Kontak t: Dr. Ariane Hagl , Lillweg 28 , 80939 München Tel:089-15970734
info@arianehagl.de
www.arianehagl.de

FETZEN

25.11.2017 – 13.01.2018

Ausstellung im Bürgerhaus Unterföhring
www.buergerhaus-unterföhring.de

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Einzel Austellung Ariane Hagl

Fetzen Ausstellung von Ariane Hagl

Zerreißen Worte die Welt? Verdeckt Kommunikation die Wahrheit? Welche Orientierung haben wir noch, wenn Algorhithmen gezielt Lügen produzieren und Fake News zu Fakten werden? Wo ist der Raum für den Diskurs gegensätzlicher Meinungen? Gibt es keinen Codex mehr, der Verständigung ermöglicht?
Zwei gegensätzliche Prinzipien prägen die aktuellen Bilder der Münchner Malerin Ariane Hagl: die Verfestigung und der Zerfall. Nach der dynamischen Expansion ihrer früheren Bilderwelten spiegeln ihre Arbeiten nun eine persönliche Entwicklung – das Weg von der Abstraktion der Emotion – hin zur Rationalen, zum Konkreten, Gesellschaftlichen.

Zum ersten Mal tauchen Worte im Werk von Ariane Hagl auf, Worte, die aus dem Kontext gerissen wurden wie aus den Zeitungen, denen sie entnommen wurden, Worte, die dennoch Sinn machen. Sie verbinden eine Reihe von Bildern, die auf den ersten Blick wie ein Comic-Strip wirken oder wie die poppigen tiefgründigen Zeichnungen von Keith Haring, aber doch die kontinuierliche Handschrift der Künstlerin tragen: die Expressivität und das prägende Schwarz, das mitunter ganz ohne farbliche Kontraste bleibt. Doch es saugt nicht mehr in die Tiefe des Weltalls, sondern gibt archaischen Figuren eine Form, deren Aufgabe zu sein scheint, in einem Steinbruch von Worten zu arbeiten – loszuschlagen, zu sortieren, zu formen, auch zu scheitern.

Die Informationslawine unserer Zeit war ein wichtiger Impuls dieser Bilder, Worte, die ihren Sinn verlieren, weil sie nicht mehr in einen Zusammenhang zu bringen sind, und damit auch ihre Form. Eben noch konstruierten sie eine Welt, doch im nächsten Moment schon wird dieser Planet von Worten wie von Kometensplittern zerschossen und fragmentiert. „Wohin geht der Weg? Das war eine wichtige Frage für mich“, sagt Ariane Hagl. In einem ihrer mehrteiligen Bilder werden die Worte von schwarzen Wesen inkorporiert, aber nicht verdaut. Sie besetzen, aber erfüllen nicht das Leben. Das Ungezähmte wird eingefroren und fortgetragen – zu einem geheimen Ort, während sich die Worte schon wieder über alles senken und mehr verschleiern, als offen legen.

Das Stakkato von Meinungen, das die Gesellschaft unter Beschuss nimmt, polarisiert, ohne wirklich aufzuklären, deckt zu und reißt gleichzeitig auf. Das ist der Hintergrund,
dem Ariane Hagl mit diesen Bildern Ausdruck geben wollte, denn sie selbst engagiert sich zunehmend im Kontakt mit unterschiedlichsten Menschen dafür, Kommunikationsräume zu finden, die sich nicht dem Zeitdiktat unterwerfen, sondern die Schutz bieten für eine vorsichtige Entwicklung von Gefühlen, Formen und Farben.

( Text Dr. Petra Thorbrietz, Wissenschaftsjournalistin im Gespräch mit Ariane Hagl )

UR-SPRUNG

25.11.2018 – 25.1.2019

Nazarethkirche
München

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Einzel Ausstellung mit Ariane Hagl

AUFGERISSEN

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Einzel Ausstellung Ariane Hagl

Aufgerissen

Ausstellung von Ariane Hagl

Zerreißen Worte die Welt? Verdeckt Kommunikation die Wahrheit? Welche Orientierung haben wir noch, wenn Algorhithmen gezielt Lügen produzieren und Fake News zu Fakten werden? Wo ist der Raum für den Diskurs gegensätzlicher Meinungen? Gibt es keinen Codex mehr, der Verständigung ermöglicht?
Zwei gegensätzliche Prinzipien prägen die aktuellen Bilder der Münchner Malerin Ariane Hagl: die Verfestigung und der Zerfall. Nach der dynamischen Expansion ihrer früheren Bilderwelten spiegeln ihre Arbeiten nun eine persönliche Entwicklung – das Weg von der Abstraktion der Emotion – hin zur Rationalen, zum Konkreten, Gesellschaftlichen.

Zum ersten Mal tauchen Worte im Werk von Ariane Hagl auf, Worte, die aus dem Kontext gerissen wurden wie aus den Zeitungen, denen sie entnommen wurden, Worte, die dennoch Sinn machen. Sie verbinden eine Reihe von Bildern, die auf den ersten Blick wie ein Comic-Strip wirken oder wie die poppigen tiefgründigen Zeichnungen von Keith Haring, aber doch die kontinuierliche Handschrift der Künstlerin tragen: die Expressivität und das prägende Schwarz, das mitunter ganz ohne farbliche Kontraste bleibt. Doch es saugt nicht mehr in die Tiefe des Weltalls, sondern gibt archaischen Figuren eine Form, deren Aufgabe zu sein scheint, in einem Steinbruch von Worten zu arbeiten – loszuschlagen, zu sortieren, zu formen, auch zu scheitern.

Die Informationslawine unserer Zeit war ein wichtiger Impuls dieser Bilder, Worte, die ihren Sinn verlieren, weil sie nicht mehr in einen Zusammenhang zu bringen sind, und damit auch ihre Form. Eben noch konstruierten sie eine Welt, doch im nächsten Moment schon wird dieser Planet von Worten wie von Kometensplittern zerschossen und fragmentiert. „Wohin geht der Weg? Das war eine wichtige Frage für mich“, sagt Ariane Hagl. In einem ihrer mehrteiligen Bilder werden die Worte von schwarzen Wesen inkorporiert, aber nicht verdaut. Sie besetzen, aber erfüllen nicht das Leben. Das Ungezähmte wird eingefroren und fortgetragen – zu einem geheimen Ort, während sich die Worte schon wieder über alles senken und mehr verschleiern, als offen legen.

Das Stakkato von Meinungen, das die Gesellschaft unter Beschuss nimmt, polarisiert, ohne wirklich aufzuklären, deckt zu und reißt gleichzeitig auf. Das ist der Hintergrund,
dem Ariane Hagl mit diesen Bildern Ausdruck geben wollte, denn sie selbst engagiert sich zunehmend im Kontakt mit unterschiedlichsten Menschen dafür, Kommunikationsräume zu finden, die sich nicht dem Zeitdiktat unterwerfen, sondern die Schutz bieten für eine vorsichtige Entwicklung von Gefühlen, Formen und Farben.

( Text Dr. Petra Thorbrietz, Wissenschaftsjournalistin im Gespräch mit Ariane Hagl )

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